am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Vorträge

04.05.2015
Tagung: Neue Perspektiven auf frühe Holocaust- und Lagerliteratur: Texte, Karten, Erschließungsmethoden
Vom 4. - 5. Mai findet die Abschlusstagung der des Projekts "GeoBib - Georeferenzierte Online-Bibliographie früher Holocaust- und Lagerliteratur" statt. An diesen Tagen werden unter anderem die Ergebnisse aus dem dreijährigen... mehr lesen

Vom 4. - 5. Mai findet die Abschlusstagung der des Projekts "GeoBib - Georeferenzierte Online-Bibliographie früher Holocaust- und Lagerliteratur" statt. An diesen Tagen werden unter anderem die Ergebnisse aus dem dreijährigen Projekt vorgestellt und die Texte, Karten und Erschließungsmethoden aufbereitet.
 

Bereits zu Beginn des NS-Regimes, aber besonders in den ersten Nachkriegsjahren entstand ein breites Spektrum an deutsch- und polnischsprachiger Holocaust- und Lagerliteratur, die von der Öffentlichkeit und der Forschung bisher weitgehend unbemerkt und vernachlässigt blieben. Diese Texte, die erste Zeugnisse über die Verbrechen des Holocaust und der Konzentrationslager ablegen, sind heute nur schwer oder gar nicht mehr zugänglich. Die Suche, Erfassung, Katalogisierung und Georeferenzierung (Kartenmaterial mit Informationen zu Orten und Plätzen) dieser Literatur sind Gegenstand der Abschlusstagung: Texte, Karten, Erschließungsmethoden des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten und gemeinsam mit dem Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI), dem Institut für Geographie an der JLU Gießen sowie dem Herder Institut Marburg durchgeführten Projekts "'GeoBib' - Frühe deutsch- bzw. polnischsprachige Holocaust- und Lagerliteratur (1933-1949) - Annotierte und georeferenzierte Online-Bibliografie zur Erforschung von Erinnerungsnarrativen".

In der Tagung werden die Resultate der drei Projektjahre einer kritischen Fachöffentlichkeit vorgestellt. Außerdem werden die Forschungsperspektiven des Projekts durch externe Beiträge erweitert.

Die Tagung wird mit einer Lesung von Patricia Litten, die aus Werken von Irmgard Litten und anderen Autoren des GeoBib-Projekts vorliest, abgerundet. Sie liest unter anderem aus dem Werk ihrer Großmutter Irmgard Litten, die 1940 einen Bericht unter dem Titel "Die Hölle sieht Dich an" über die Konzentrationslagerhaft ihres Sohnes Hans Litten veröffentlichte. Der in den 1920er Jahren bekannte Rechtsanwalt und Strafverteidiger, der 1938 im KZ Dachau Selbstmord beging, war der Onkel von Patricia Litten. Weitere Informationen zur Lesung finden Sier auf unserer Homepage.

Bei Fragen zur Tagung wenden Sie sich bitte an Vera Ermakova oder Markus Roth

23.02.2017
Wolfgang Benz und Markus Roth im Gespräch zu ′Nationalität: Staatenlos′
Markus Roth (Arbeitsstelle Holocaustliteratur) wird im Gespräch mit dem Historiker Wolfgang Benz am 23. Februar 2017 um 20:00 Uhr über das Schicksal der Autorin Ruth Barnett und ihres Textes "Nationalität: Staatenlos" spreche... mehr lesen

Markus Roth (Arbeitsstelle Holocaustliteratur) wird im Gespräch mit dem Historiker Wolfgang Benz am 23. Februar 2017 um 20:00 Uhr über das Schicksal der Autorin Ruth Barnett und ihres Textes "Nationalität: Staatenlos" sprechen. Veranstaltungsort ist das Literaturforum im Brecht-Haus in der Chausseestraße 125 in Berlin-Mitte. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Eine Reservierung ist vorab nicht möglich, Karten können ab 19:00 Uhr vor Ort erworben werden. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Archiv

Vergangene Veranstaltungen finden Sie im Archiv.


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Arbeitsstelle Holocaustliteratur
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