am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Hilda Stern Cohen Audio CD

Frankfurter Rundschau, 28.05.2005: Die Kraft des Aufbegehrens im Hörspiel

Lilli Schwethelm und Georg Crostewitz vertonen Gedichte und Texte der Holocaust-Überlebenden Hilda Stern-Cohen

Mit erschütternden Metaphern spiegelt Hilda Stern Cohen in ihren Gedichten und Texten den erlebten Schrecken des Holocausts wieder. Lilli Schwethelm und Georg Crostewitz haben die Aufzeichnungen der jüdischen Frau aus dem Vogelsberg in ein Hörbuch umgesetzt.

Ortenberg 27. Mai · bsc · Eine junge Frau kann 1946 das Leben in einem Displaced-Persons-Camp in Österreich nur ertragen, wenn sie schreibt. Quälend sind ihre Erinnerungen - an das Ghetto in Lodz, an das Vernichtungslager Auschwitz, dem sie entkommen konnte. "Genagelt ist meine Zunge an eine Sprache, die sie verflucht" - in ihren Texten gewinnt sie Abstand, einen Hauch Befreiung. Die sieben Schulhefte mit ihren Gedichten, ihrer Prosa nimmt sie mit in die USA, wo ihr ein neuer Anfang gelingt.
Jetzt sind Hilda Stern Cohens Hefte wieder in ihre Heimat zurückgekommen. In Nieder-Ohmen im Vogelsberg wurde sie 1924 als Tochter einer jüdischen Bauern- und Kaufmannsfamilie geboren, erlebte die Nachbarschaft eines Dorfes, aber auch den heraufziehenden Nationalsozialismus. Erinnerungen an die wachsende Ausgrenzung hat sie in Prosaskizzen in ihren Heften festgehalten. Erst 1997 nach ihrem Tod fand der Ehemann Hildas Niederschrift und gab sie an das Goethe-Institut Washington weiter. Die Texte gelangten an die Arbeitsstelle Holocaust-Literatur der Universität Gießen, die sie gemeinsam mit der Licher Ernst Ludwig Chambré-Stiftung in der Publikationsreihe Memento herausgab. Auf die große Resonanz hin entschloss man sich, ein Hörbuch zu machen.
Den Künstlern Lilli Schwethelm und Georg Crostewitz (Ortenberg), die man damit betraute, ließ man bei Textwahl und musikalischer Gestaltung freie Hand. Dabei spielten gute Vorerfahrungen mit: die Schauspielerin Lilli Schwethelm hat Gedichte der ermordeten und (fast) vergessenen jüdischen Lyrikerin Gertrud Kolmar in einem Rezitationsprogramm suggestiv dargestellt, hat Texte von Elie Wiesel, Abschnitte aus Lilli Jahns Biografie "Mein verwundetes Herz" vorgetragen. Ihr Ehemann Georg Crostewitz ist Gitarrist, Komponist und Jazzmusiker. Die beiden entdeckten in Hilda Stern Cohens Werk mehr als einen erschütternden Zeitzeugenbericht - sie bewunderten die Ausdruckskraft der jungen Frau, die radikalen Sprachbilder, in die sie die Schrecken ihrer Vergangenheit fasste. Lilli Schwethelm spricht verhalten, aber sie zeigt die Kraft des Aufbegehrens, die in der jungen Häftlingsfrau steckt - beim Tod des Freundes im elenden Ghetto von Lodz, beim Appell, wo der Tod jeden treffen kann, im stickigen Viehwaggon, der Richtung Auschwitz rattert.
Dazwischen steht die Gitarrenmusik von Crostewitz - eine Atempause für die Hörer und doch zugleich ein Spiegel der Szenen: trauernd, mit geheimer Dissonanz am Totenbett des Freundes, unruhig, getrieben im Zug nach Auschwitz. Aber: Sie stellt auch bloß - ironische Triller zeigen die Unfähigkeit einer "gutbürgerlichen" Nachkriegsfamilie, sich mit der jungen Frau aus dem Lager zu verständigen.
Das Hörbuch "Genagelt ist meine Zunge" mit Texten von Hilda Stern Cohen hat die ISBN-Nummer 3-00-010499-2, kostet 12 Euro und ist bei der Arbeitsstelle Holocaustliteratur, Otto -Behaghel-Str. 10B/1 oder übers Internet, www.holocaustliteratur.de/hilda, erhältlich.

Gießener Anzeiger, 31.03.2005: Erfolgreicher Lyrikband nun als Hörbuch

Texte der Holocaust-Überlebenden Hilda Stern-Cohen aus Nieder-Ohmen auf Audio-CD "Genagelt ist meine Zunge"

GIESSEN (ts). Hilda Stern-Cohen kam 1924 in Nieder-Ohmen zur Welt und begann schon mit acht Jahren zu dichten. 1941 wurde die jüdische Familie ins Ghetto Lodz deportiert, wo die Eltern und Großeltern des Mädchens starben. Die junge Frau hatte das Vernichtungslager überlebt und hielt ihre Erinnerungen in Gedichten und Prosatexten fest. Eine Auswahl davon liegt nun unter dem Titel "Genagelt ist meine Zunge" als Hörbuch vor.
"Genagelt ist meine Zunge" - so hieß schon der Band mit Lyrik und Prosa Hilda Stern-Cohens, den die Arbeitsstelle Holocaustliteratur der Gießener Uni zusammen mit der Licher Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung vor zwei Jahren herausgegeben hatte. "Das Buch war eine sehr erfolgreiche Publikation. Von der Tausender-Auflage sind bereits 700 Exemplare um Umlauf. Deshalb haben wir uns zu diesem Hörbuch entschlossen", berichtete gestern Dr. Klaus Konrad-Leder (Chambré-Stiftung) bei der Vorstellung der Audio-CD. Er erinnerte noch einmal daran, dass die Werke von Hilda Stern-Cohen nur durch mehrere Zufälle zur Veröffentlichung gelangten: Erstens habe ihr Mann nach ihrem Tod 1997 in den USA die alten Manuskripte gefunden, zweitens habe er sich an das Goethe-Institut in Washington gewandt, wo man von der Arbeit der Gießener Holocauststelle gewusst habe.
Der für einen Lyrikband große Erfolg ist zum einen in den Texten selbst und ihrer ergreifenden Wirkung auf den Leser begründet. Zur breiten Resonanz trugen sicher auch die Lesungen der Schauspielerin Lilli Schwethelm bei, die bei ihrem Auftritten von dem Gitarristen Georg Crostewitz begleitet wurde. Dieses Künstlerduo hat auch die Audio-CD aufgenommen. "Die tragischen Texte brauchen eine Pause, und die Gitarrenmusik bekommt der Lyrik wirklich gut", weiß die Schauspielerin aus Erfahrung. Sie möchte sich vor allem an das junge Publikum wenden.
Die Texte der damals 21-jährigen Dichterin behandeln die verschiedensten Themen ihres Leidensweges: Neben lyrisch-kritischen Reflexionen über Glaube, Sprache und Kultur, die das Verzweifeln deutlich machen, schlagen sich ihre Überlebensängste im Ghetto Lodz und im KZ Auschwitz mit aller Wortgewalt nieder. Auch die Probleme der Überlebenden im DP-Camp (DP steht für "displaced persons") kommen zur Sprache. "Ich hatte die Qual der Wahl aus der umfangreichen Publikation Texte für 60 Minuten auszuwählen", so Hilda Stern-Cohens eindringliche Interpretin Lilli Schwethelm.
Die Audio-CD "Genagelt ist meine Zunge" kostet zwölf Euro und kann über die Arbeitsstelle Holocaustliteratur am Institut für Germanistik, Otto-Behaghel-Straße 10 B/1, Telefon 99 29093 oder über Internet www.holocaustliteratur.de/hilda bezogen werden.

Gießener Allgemeine Zeitung, 31.03.2005: Leid, Angst und Hoffnung werden lebendig

Hilda Stern Cohens Gedichte und Prosatexte ("Genagelt ist meine Zunge") liegen jetzt auf CD als Hörbuch vor

Gießen (si). Vor eineinhalb Jahren hat die "Arbeitsstelle Holocaustliteratur" an der Justus-Liebig-Universität den Band "Genagelt ist meine Zunge" vorgelegt. Er enthält Gedichte und Prosatexte der 1924 in Mücke-Nieder-Ohmen geborenen Jüdin Hilda Stern Cohen, in denen sie ihr Leiden im Getto Lodz und KZ Auschwitz und dann die äußerst ambivalenten Gefühle und Erfahrungen einer Überlebenden reflektiert. Gerade in Mittelhessen waren viele Menschen – und darunter etliche Schüler – tief bewegt vom Schicksal und der Erzählkraft der Frau, die nach dem Ende des Nationalsozialismus über ein Camp für "Displaced Persons" in die USA kam, wo sie 1997 starb. Ermutigt von der großen Resonanz hat die Arbeitsstelle – wieder mit Unterstützung der in Lich ansässigen Chambré-Stiftung, die die Aufarbeitung des Holocaust fördert – nun eine Auswahl der Texte als Hörbuch herausgegeben. Das Konzept stammt von der Schauspielerin Lilli Schwethelm, die liest, und dem Gitarristen Georg Crostewitz, der dem Werk einen musikalischen Rahmen gegeben hat.

Angst, tiefe Verzweiflung, aber auch schier unerschütterlich erscheinende Hoffnung sprechen aus den Texten Cohens, die ihr Ehemann erst nach dem Tod seiner Frau entdeckte und der Öffentlichkeit zugänglich machte. Lilli Schwethelm bringt dem Hörer die große Kraft dieser Gefühle nahe – wie schon zuvor bei mehreren Lesungen (unter anderem in Lich). Das Mitglied des "Theater mimikri", Träger des Wetterauer Kulturpreises, beschäftigte sich schon seit vielen Jahren theaterpädagogisch mit dem Holocaust; mit einer "Tournee der Verständigung", zu der die Lagergemeinschaft Auschwitz, der Verband der Hitlerverfolgten Krakau und das dortige Goethe-Institut den Anstoß gegeben hatte, und ähnlichen Projekten war das Ensemble mehrfach in Polen. Georg Crostewitz, der als Komponist und Musikproduzent unter anderem für öffentlich-rechtliche Sender arbeitet und mit der Band "Leaf" auch als Jazzmusiker hervorgetreten ist, umrahmt die Lesungen Schwethelms schon seit 2001 musikalisch. Auf der Hör-CD ist er mit eigenen Stücken vertreten, andere hat er dem Kontext angemessen einfühlsam bearbeitet.

Das künstlerisch gestaltete Hörbuch (Hilda Stern Cohen: "Genagelt ist meine Zunge". Lyrik und Prosa einer Holocaust-Überlebenden. Leaf Musicproduktionen Ortenberg 2005) hat eine Spieldauer von 56 Minuten und kostet 12 Euro (zusätzlich Porto und Verpackung). Bestellt werden kann es bei der Arbeitsstelle Holocaustliteratur, Otto-Behaghel-Straße 10B/1, 35390 Gießen, Tel. 0641/99-29093 (Katja Zinn), Fax 99-29094 oder im Internet unter der Adresse www.holocaustliteratur.de/hilda.

Über Hilda Stern Cohen werde derzeit auch eine Ausstellung erarbeitet, sagte gestern Dr. Klaus Konrad-Leder für die Chambré-Stiftung, die hierzu den Auftrag gegeben hat. Sie solle erstmals im Rahmen der Einweihungsfeierlichkeiten der ehemaligen Licher Bezalel-Synagoge – vermutlich im Spätsommer dieses Jahres – gezeigt werden und dann als Wanderausstellung an interessierte Einrichtungen in ganz Mittelhessen gehen. Angesprochen sind vor allem Schulen, denen die Stiftung auch die jetzt veröffentlichte Hör-CD zur Verfügung stellen will.

Frankfurter Rundschau, 18.03.2005: Stiftung veröffentlicht Texte einer Überlebenden als Hörbuch

Lyrik aus dem Holocaust

Die Ernst-Ludwig Chambré Stiftung und die Gießener Arbeitsstelle Holocaustliteratur haben erstmalig die Lyrik und Prosa einer Holocaust-Überlebenden als Hörbuch veröffentlicht.

Von Georg Kronenberg

Giessen. Mit ausdrucksvollen Gedichten und Prosatexten hat die Auschwitz-Überlebende Hilda Stern Cohen kurz nach Ende der NS-Diktatur versucht, die Greueltaten des Holocaust zu verarbeiten. "Es stammelt meine Seele ihre Pein", schreibt die Autorin im Gedicht "Gebet", erzählt vom "beinahen Hungertod" und dem "Massengrab Maryschin", aber auch von der "Hoffnung".
Bereits vor rund eineinhalb Jahren hat die Gießener Arbeitsstelle Holocaustliteratur den "einzigartigen literarischen Nachlass zwischen Martyrium und Lebenszuversicht" als Buch herausgebracht.
Das jetzt veröffentlichte Hörbuch eröffne durch die Interpretationen von Schauspielerin Lilli Schwethelm und der zurückhaltenden Musikbegleitung des Gitarristen Georg Crostewitz einen "neuen Zugang zu den Texten", sagt Klaus Konrad-Leder von der Chambré Stiftung in Lich. "Die Gedichte werden wird durch das Vortragen eindringlicher", unterstreicht Katja Zinn von der Arbeitsstelle Holocaustliteratur. Deshalb biete sich die Audio-CD auch besonders für den Schulunterricht an.
Das schriftstellerische Werk der in Nieder-Ohmen am Rande des Vogelsbergs geborenen Hilda Stern Cohen war erst 1997 nach ihrem Tod von ihrem Mann entdeckt worden. Die Auschwitz-Überlebende hatte die Texte bereits zwischen 1945 und 1947 geschrieben, als sie in Österreich auf die Ausreise in die USA wartete. "Ihre Lyrik war für Hilda Stern Cohen ein Überlebensmittel", sagt Sascha Feuchert von der Arbeitsstelle Holocaustliteratur.
"Gekettet" an ihre Muttersprache - die auch die Sprache der NS-Verbrecher war - habe die Frau, die immer Dichterin werden wollte, damals mit einer literarischen Aufarbeitung der Greuel begonnen. In Amerika angekommen hatte sie dann ihre schriftstellerischen Arbeit beendet, und nicht einmal ihrem Mann während der fast 50-jährigen Ehe von den Texten erzählt.
Die CD "Hilda Stern Cohen: Genagelt ist meine Zunge" kostet 12 Euro und ist bei der Arbeitsstelle Holocaustliteratur zu beziehen.

Gießener Anzeiger, 15.11.2004: Schrecken des Holocaust in Gedichte gefasst

Schauspielerin Lilli Schwethelm machte mit der aus Nieder-Ohmen stammenden Dichterin Hilda Stern-Cohen bekannt

LICH (ts). Proppenvoll war das Licher Café Sahne am Freitagabend, als die Schauspielerin Lilli Schwethelm mit einer Dichterin bekannt machte, von der die meisten Zuhörer noch nie etwas gehört, noch nie eine Zeile gelesen hatten. Und doch zeigte der Abend unter dem Motto "Genagelt ist meine Zunge", dass Hilda Stern-Cohen, 1924 in Nieder-Ohmen geboren und 1997 in den USA gestorben, über eine außerordentliche literarische Begabung verfügte. Im Zentrum ihrer hinterlassenen Schriften stehen die grauenhaften Erfahrungen des Holocaust.

"Hilda Stern hat sich schon in ihrer Kindheit als Schriftstellerin gesehen. Sie schrieb ihre Gedichte ohne Aussicht, sie jemals zu veröffentlichen. Sie schrieb also nicht, weil sie Dichterin sein wollte, sondern weil sie eine war", sagte Lilli Schwethelm zu Beginn des Rezitationsabends, der im Rahmen der Licher Veranstaltungsreihe zum 9. November 1938 stattfand.

Das jüdische Mädchen, das schon mit acht Jahren dichtete, wurde 1941 mit ihrer Familie ins Ghetto Lodz deportiert, wo ihre Eltern und Großeltern an der "galoppierenden Schwindsucht" starben. 1944 kam sie nach Auschwitz, doch sie überlebte auch das Vernichtungslager. Nach ihrer Befreiung wartete sie in Österreich in einem "Camp für displaced persons" auf ihre Übersiedlung nach Amerika, und in diesem Camp verfasste sie die meisten der jetzt veröffentlichten Texte ("Genagelt ist meine Zunge", Lyrik und Prosa einer Holocaust-Überlebenden, in Zusammenarbeit mit Werner Cohen herausgegeben von Erwin Leibfried, Sascha Feuchert und William Gilcher, Memento 2, 168 Seiten, 15 Euro).

Ihre spätere Familie in Amerika hatte keine Ahnung, dass sie als 21-jährige ihre Erinnerungen an die Schrecken im Ghetto zu Papier gebracht hatte. Erst nach ihrem Tode entdeckte ihr Mann Werner Cohen sieben, mit Bleistift beschriebene Schulhefte in der untersten Schublade. Seine Frau Hilda, so Cohen im Vorwort, habe ein unbeirrbares Gottvertrauen und ein stolzes Selbstvertrauen als Jüdin gehabt; und zwar selbst in der Hölle der Lager: "Dieses Buch bringt eine Dichterin zu Gehör, deren Worte trotz aller erlittener Pein lebensbejahend und erbauend wirken."

Unterstützt vom Gitarristen Georg Crostewitz hauchte Lilli Schwethelm dieser Lyrik in eindringlicher, einfühlsamer Darbietung Leben ein, und das Publikum lauschte so gebannt, dass man eine Nadel hätte fallen hören. So klang die seelische Zerrissenheit der jungen Dichterin an, deren Muttersprache ja auch die Sprache der Henker war: "Genagelt ist meine Zunge/ an eine Sprache, die mich verflucht,/ hineingehämmert/ in meine Ohren/ mit den Tönen der Liebe,/ und des fressenden Hasses." Beklemmend auch ihr langes Gedicht über den Zug, der sie mit Hunderten anderen von Deportierten nach Auschwitz brachte. Eine kämpferische Hilda Stern spricht aus dem "Manifest an das Internationale Rote Kreuz", in dem sich die junge Frau über die unhaltbaren Zustände im "Camp for Displaced Persons" (Chiemsee Lager III) beklagt. Mit dem Gedicht "Heimat" ("Überall kommen Nächte/ täglich gleich zu mir herab,/ überall ist eine Sehnsucht,/ überall find΄ ich ein Grab") endete der lyrische Abend, für den das tief beeindruckte Publikum den beiden Künstlern mit herzlichem Applaus dankte.


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