am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Arbeitsstelle Holocaustliteratur trauert um Ludwig Heck

29.06.2017

Die Arbeitsstelle Holocaustliteratur trauert um Ludwig Heck, der am 23. Juni 2017 im Alter von 97 Jahren verstorben ist. Heck, der aus Laubach stammte und den Sozialdemokraten und Justizinspektor Friedrich Kellner persönlich gut kannte, hat der Arbeitsstelle entscheidend bei der Arbeit an der Edition des Tagebuchs von Friedrich Kellner weitergeholfen. Kellner hatte im Verborgenen von 1939 bis 1945 ein Tagebuch geführt, in dem er die Entwicklung von Politik und Propaganda der nationalsozialistischen Diktatur dokumentierte und diese kritisch kommentierte. Die AHL hat dieses Tagebuch 2011 im Wallstein Verlag veröffentlicht.

Heck konnte nicht nur viele für die Editionsarbeiten relevante Informationen beitragen, bei ihm hatte Kellner außerdem eines der Tagebücher deponiert, das Heck dann an die Arbeitsstelle übergab und so eine vollständige Edition der Tagebücher erst ermöglichte.
Wir werden sein Andenken wahren. Unsere Gedanken sind in diesen Tagen bei der Familie und den Angehörigen.


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Arbeitsstelle Holocaustliteratur
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